Predigerinnentag 2026

Frauen, traut Euch auf die Kanzel!

Frauen aus allen katholischen Verbänden, Organisationen und Gemeinden sind herzlich eingeladen, beim Predigerinnentag 2026 der kfd dabei zu sein. Wir freuen uns auf jede Interessierte, die vom 29. April bis 17. Mai 2026 eine Predigt hält.

Im Jahr 2020 hat die kfd den Predigerinnentag ins Leben gerufen, um mehr Gleichberechtigung in der katholischen Kirche einzufordern. Von Jahr zu Jahr trauen sich mehr Frauen, das Wort Gottes öffentlich auszulegen. Im Frühjahr 2025 traten bundesweit fast 190 Frauen mit 220 Predigten an die Öffentlichkeit. 

Der Zeitraum des Predigerinnentages ist bewusst so gewählt. Er beginnt mit dem Fest der heiligen Katharina von Siena am 29. April – an dem auch der „Tag der Diakonin +plus“ stattfindet – und endet am 17. Mai, dem Fest der Apostelin Junia. Das sind zwei starke Frauen, die in ihrer Zeit jeweils den Glauben überzeugend und mutig gelebt und verkündet haben.

Hintergrundinformation

Die Apostelin Junia

Junia war eine Apostelin. Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Rom (Röm 16,7), dass Junia (und Andronikus) unter den Apostelinnen und Aposteln eine herausragende Rolle spielten. Gemeinsam mit Paulus waren sie in Gefangenschaft. Junia gehörte zu den ersten bekennenden Christinnen. 

Warum ist Junia bis heute unbekannt? 
Sie wurde im frühen Mittelalter aus den Schriften verbannt, indem man sie zum Mann machte. Junia wurde zu Junias. In den 1970er Jahren gelang der amerikanischen Theologin Bernadette Brooten die Wiederentdeckung der Junia. Doch bis zu ihrer Anerkennung dauerte es noch bis 2016. Seitdem ist Junia in der Einheitsübersetzung der Bibel als Frau benannt.

Der Name Junia steht also für ein klassisches Frauenschicksal in einer immer noch von Männern dominierten katholischen und säkularen Welt. Junia war jahrhundertelang unsichtbar.

Seit 2021 trägt auch das Mitgliedermagazin der kfd den Namen Junia.