Gemeinsam stark!

„Dein Licht – unsere Stärke“ – unter diesem Motto zeigt die kfd gute und nachahmenswerte Ideen aus allen Ebenen und Bereichen der Verbandsarbeit. Inspirierende Einfälle von Gruppen vor Ort sollen so genauso sichtbar werden wie lokale Projekte aus den Diözesanverbänden und dem Landesverband. Denn schließlich haben viele kfd-Frauen gute Ideen, mit denen sie auch andere anstecken. Und so kann ein einzelnes Licht, ein einzelner Gedanke zum großen Ganzen beitragen und alle Frauen – und damit den Verband – stärken.

Dass es nur im Team funktionieren kann, davon sind die Frauen der kfd St. Benedikt Lengerich im Diözesanverband Osnabrück überzeugt. Gemeinsam begleiten acht Frauen im Leitungsteam die insgesamt rund 400 Mitglieder starke Gruppe. 

Von Romina Stork

Kathrin Robbe und ihre sieben Kolleginnen setzen sich mit viel Engagement für die kfd und ihre Mitglieder ein: Sie treffen sich alle sechs Wochen, um Aktivitäten auszuarbeiten, Informationen und Neuigkeiten auszutauschen und bevorstehende Ereignisse zu besprechen. „Das ist das Gute: dass wir so viele sind. Wir sind alle berufstätig, haben Familie und Hobbys, und da ist es von Vorteil, nicht alleine zu sein“, betont Kathrin Robbe. Sie selbst ist seit rund 20 Jahren kfd-Mitglied und seit fast fünf Jahren Teil des Leitungsteams. Regelmäßig gibt es zudem einen intensiven Austausch mit den derzeit 31 Mitarbeiterinnen im Besuchsdienst und Vertreterinnen einzelner Kleingruppen, in denen die kfd St. Benedikt zusätzlich gegliedert ist.

„Wenn sie sich einmal gefunden haben, gehen sie über viele Jahrzehnte miteinander.“ 

In der „Johannagruppe“, „Elisabethgruppe“ oder „Teresagruppe“ haben sich Frauen zusammengefunden, die nah beieinander wohnen, vom Alter her zueinander passen oder ähnliche Interessen haben. Insgesamt gibt es acht Kleingruppen und eine Oma-Enkel-Gruppe, die sich eigenständig organisieren. „Oft sind sie aus Siedlungsgemeinschaften oder Krabbelgruppen entstanden“, erklärt Robbe. „Wenn sie sich einmal gefunden haben, gehen sie über viele Jahrzehnte miteinander.“ In diesem Jahr feiert die kfd St. Benedikt Lengerich ihr 150. Jubiläum – und gewinnt sogar noch eine weitere Gruppe hinzu: die „Mariagruppex mit 17 neuen Frauen, alle zwischen 23 und 30 Jahre alt. Sie haben sich außerhalb der Kirchengemeinde, in ihrem gemeinsamen Wohnort, kennengelernt oder durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“ von der kfd erfahren. Eine von ihnen ist Eva Opitz – und sie ist begeistert von der Gemeinschaft: „Ich wollte mich gern auch mit Menschen außerhalb meiner Clique verbinden“, sagt sie. Zunächst konnten die Frauen ein halbes Jahr in den Verband „reinschnuppern“, alles kennenlernen – und haben sich dann zum Eintritt in die kfd und zur Gründung der neuen Gruppe entschieden.

Dass es jedoch nicht überall so positiv läuft, ist Kathrin Robbe bewusst. Sie kennt die Probleme vieler kfd-Gemeinschaften, wenn es darum geht, neue und auch jüngere Frauen zu gewinnen. Ihr Tipp Nummer eins: Eine Präsenz in den Sozialen Medien. Vor allem Instagram biete großes Potential, Frauen mit und von der Vielfalt der kfd zu begeistern und mit regelmäßigen Fotos und Beiträgen zu zeigen, wie lebendig der Verband ist. Zudem sei es wichtig, die Interessen möglichst vieler Mitglieder bei der Planung von Aktionen zu berücksichtigen – im Wissen, dass man es dennoch nicht immer allen recht machen kann: „Man muss mit der Zeit gehen, darf aber natürlich auch die älteren Generationen nicht vergessen“, bekräftigt Robbe. Aktivitäten unter der Woche vormittags seien vor allem für jüngere Frauen unattraktiv, während viele ältere Frauen gerne am gewohnten Treffen am Morgen teilnähmen. 

„Es steht und fällt mit dem Engagement der Frauen.“

Das Leitungsteam reflektiert immer wieder, welche Angebote angenommen werden, welche nicht und welche Gründe dies hat. Für zusätzliche Lebendigkeit und Abwechslung sorgten außerdem Netzwerke und Treffen mit anderen Verbänden innerhalb des Ortes, so Robbe. Und auch die Wertschätzung der Mitglieder ist der kfd St. Benedikt Lengerich ein Anliegen: So gibt es beispielsweise ab dem 80. Geburtstag regelmäßig ein kleines Präsent. Um das alles zu koordinieren, braucht es viele helfende Hände. „Es steht und fällt mit dem Engagement der Frauen“, weiß Kathrin Robbe. Dies müsse man immer wieder aktiv fördern, indem interessierte Frauen frühzeitig angesprochen und in den Leitungskreis einbezogen werden – und indem durch gute Öffentlichkeitsarbeit gezeigt wird, was für eine tolle Gemeinschaft die kfd ist.