Synodaler Weg

Darum geht es

Der Synodale Weg ist ein über mehrere Jahre angelegter Prozess, der zu Reformen in der katholischen Kirche führen soll. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) initiierten den Reformprozess Anfang 2019.

„Wir wollen eine hörende Kirche sein. Wir brauchen den Rat von Menschen außerhalb der Kirche“, betonte Kardinal Reinhard Marx, damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

6. Synodalversammlung: kfd zeigt Präsenz

Auch bei der sechsten und letzten Synodalversammlung vom 29. bis 31. Januar 2026 in Stuttgart ist die kfd vor Ort. 

Gemeinsam mit weiteren Organisationen, Initiativen und Verbänden ist die Aktion „Lange Bank“ geplant. Dabei werden die Synodalen zu ihren Erwartungen an die Veranstaltung befragt und  Postkarten mit dem Aufruf „Reformen nicht mehr auf die lange Bank schieben“ verteilt. Zum Abschluss findet eine gemeinsamen Kundgebung statt.

Was bisher geschah

Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche und die Veröffentlichung der von den deutschen Bischöfen in Auftrag gegebenen MHG-Studie im September 2018 hatten im Vorfeld Entsetzen und tiefe Betroffenheit ausgelöst. 

Für die kfd sind nicht nur deshalb tiefgreifende Reformen in der katholischen Kirche nach wie vor unvermeidlich. Diese hat sie bereits mehrfach benannt und eingefordert. 

In fünf Synodalversammlungen (2020–2023) beschlossen die Delegierten Grund- und Handlungstexte zu Macht- und Gewaltenteilung, Amt und Lebensform von Priestern, Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche sowie zur Sexualmoral.

Die Synodalversammlung

Der Synodalversammlung, dem obersten Organ des Synodalen Weges, gehören insgesamt 230 Personen an: Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken und weiteren Gruppierungen, unter ihnen auch die kfd. Auch Betroffenenvertreter*innen sind dabei. Der kfd-Bundesverband ist mit den beiden stv. Bundesvorsitzenden Ulrike Göken-Huismann und Lucia Lagoda vertreten. 

kfd demonstriert für ihre Forderungen

Zur Eröffnung der ersten Synodalversammlung am 30. Januar 2020 war die kfd in Frankfurt vor Ort. Vor dem Dom St. Bartholomäus, in dem der Eröffnungsgottesdienst stattfand, versammelten sich rund 220 Frauen und Männer zu einer Andacht mit Purpurkreuz-Windlichtern und Transparenten mit Forderungen nach einer geschlechtergerechten Kirche.

Bei der fünften Synodalversammlung machte die kfd im März 2023 mit einer Aktion unter dem Motto „gleich + berechtigt“ auf sich aufmerksam. Die Botschaft: Wir Frauen füllen unseren Anspruch auf einen gleichberechtigten Platz in der Kirche mit Leben. Passend dazu gab es Sitzkissen in Purpur mit dem Aktions-Motto. Neben einer großen Demonstration vor dem Tagungszentrum, in dem die Synodalversammlung stattfand, veranstalteten kfd-Frauen zahlreiche Gottesdienste am gleichen Tag.
Bei dieser Synodalversammlung wurde die Katholische Kirche in Deutschland auf einen „dauerhaften synodalen Weg“ gesendet.

Und seitdem?
  • Synodaler Ausschuss: Seit November 2023 arbeiten 74 Mitglieder (27 Bischöfe, 27 ZdK-Mitglieder, 20 aus der Synodalversammlung Gewählte) daran, ein synodales Gremium auf Bundesebene vorzubereiten. Das Gremium tagte bereits viermal. Die letzte Sitzung fand im November 2025 statt.

  • Das Gremium arbeitet unter anderem an folgenden Themen: Teilhabe, Transparenz und Geschlechtergerechtigkeit

  • Die sechste und letzte Synodalversammlung findet vom 29. bis 31. Januar 2026 in Stuttgart statt. 

Online-Talk

„Auf ein Glas Wein mit …“

Anlässlich der sechsten und letzten Synodalversammlung vom 29. bis 31. Januar 2026 in Stuttgart veranstaltet die kfd eine Gesprächsreihe. Unter dem Motto „Auf ein Glas Wein mit …“ berichten die Synodalinnen des Frauenverbandes von den bisherigen Synodalversammlungen, den Ergebnissen und ihren Erwartungen für die Zukunft des Synodalen Reformprozesses.

Die Termine und Gesprächspartnerinnen: 

  • Dienstag, 20. Januar 2026: Lucia Lagoda, Agnes Wuckelt

  • Donnerstag, 22. Januar 2026: Ulrike Göken-Huismann, Brigitte Vielhaus

  • Montag, 09. Februar 2026: Lucia Lagoda, Agnes Wuckelt

  • Donnerstag, 19. Februar 2026: Ulrike Göken-Huismann, Brigitte Vielhaus

jeweils von 19:00 - 20:30 Uhr

Zur Anmeldung reicht eine kurze E-Mail an event@kfd.de an. Den ZOOM-Link erhalten Sie jeweils kurz vor der Veranstaltung. 

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