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Wasser unter Druck – warum die Klimakrise uns alle betrifft

Rückblick auf die Tagung des Ständigen Ausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherthemen

Wie sichern wir den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser – heute und in Zukunft? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Tagung des Ständigen Ausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherschutz Ende März in Mainz.

Längere Trockenperioden und sinkende Grundwasserstände betreffen auch uns. © Chamika Jayasri/Unsplash

Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Das blaue Gold – Die globale Ressource Wasser“ wurde deutlich: Wasser ist nicht nur eine natürliche Ressource. Es geht auch um die Frage des Zugangs und der Verteilung – weltweit und auch bei uns. Während weltweit mehr als ein Viertel der Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser hat, werden mittlerweile auch in Deutschland die Folgen des Klimawandels immer spürbarer.

Zwischen Dürre und Starkregen

Die Teilnehmerinnen der Tagung setzten sich intensiv mit den Veränderungen im Wasserkreislauf auseinander. Zentrale Erkenntnis: Extreme nehmen zu – und betreffen alle:

  • längere Trockenperioden und sinkende Grundwasserstände 

  • häufigere Starkregenereignisse und Hochwasser 

  • wachsende Herausforderungen für Landwirtschaft, Städte und Ökosysteme 

  • steigender Druck auf die Trinkwasserversorgung

Klimawandel und Wasser – Zusammenhänge verstehen

Klima-Physikerin Berit Friedrich und Grit Ebert, Bildungsreferentin bei der Heinrich-Böll-Stiftung, machten in ihren Keynotes deutlich, wie eng Klimawandel und Wasser zusammenhängen. Im Fokus standen dabei nicht nur wissenschaftliche Zusammenhänge, sondern auch deren konkrete Auswirkungen auf den eigenen Alltag.

Mit Blick auf notwendige Maßnahmen wurde die Rolle der Politik deutlich: Staatssekretär Dr. Erwin Manz vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz, und Dr. Katharina Küpfer, Expertin für Hochwasserrisikomanagement, gaben Einblicke in die Nationale Wasserstrategie der Bundesregierung.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die Tagung machte deutlich: Ein nachhaltiger Umgang mit Wasser gelingt nur im Zusammenspiel von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Für die kfd bedeutet das:

  • sich weiter einzumischen, Fragen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen 

  • weitere Bildungsveranstaltungen anzubieten, die Zusammenhänge verständlich machen und zum Umdenken anregen 

  • Frauen zu stärken, die sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz engagieren möchten

  • politisches Engagement, um Nachhaltigkeit, Klimaschutz und gerechte Lebensbedingungen stärker in Entscheidungen zu verankern 

  • Vernetzung und Kooperationen, um gemeinsame Lösungen voranzubringen