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kfd blickt nach der 6. Synodalversammlung nach vorne

Ernüchternde Bilanz mit Hoffnungsschimmer

Stuttgart, 31. Januar 2026. Die sechste und letzte Synodalversammlung hat in Stuttgart ihren Abschluss gefunden. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. war mit den drei Synodalen Ulrike Göken-Huismann, Lucia Lagoda, beide stv. Bundesvorsitzende der kfd, und Brigitte Vielhaus vor Ort.

Zusammen mit anderen Organisationen waren zahlreiche kfd-Frauen vor Ort mit ihrer Aktion "Reformen nicht auf die lange Bank schieben!" © kfd/Barbara Stöckmann

„Wir haben miteinander diskutiert, teils auch kontrovers, und konnten zum Schluss eine Erklärung verabschieden, die uns allen, Bischöfen wie Lai*innen, einen Hoffnungsschimmer gibt“, erklärt Göken-Huismann. Die Erklärung „Für eine Welt, die Zukunft hat – mit einer Kirche, die Hoffnung macht“ fasst zusammen, was der Synodale Weg in Deutschland angestoßen hat und woran weiterhin gearbeitet werden muss. Insbesondere geht hier der Blick auf die Synodalkonferenz. Es fehlt zwar noch die Zustimmung der Bischöfe und des Vatikans, aber die kfd hofft auf reine Formsache. Die Synodale Göken-Huismann betont: „Der Synodale Weg ist mit der heutigen letzten Versammlung nicht zu Ende, im Gegenteil, die Arbeit fängt mit der Synodalkonferenz erst richtig an. Hinter die Synodalität gehen wir kfd-Frauen nicht mehr zurück.“ 

Ein besonderer Schritt hin zu einer Erneuerung der Kirche sind für die kfd die guten beschlossenen Grund- und Handlungstexte. Diese müssen, auch mit Hilfe von Lai*innen weiter in alle Bistümer ihren Eingang finden. Eine Umsetzung der Inhalte ist für die kfd unabdingbar. 

Ulrike Göken-Huismann fasst zusammen: „Insgesamt gesehen haben wir eine sehr intensive Zeit mit allen Beteiligten erlebt. Es war oft nicht leicht – manche Abstimmungen und manches Verhalten nicht nachvollziehbar. Aber wir haben etwas angestoßen, was wir als kfd auch nicht mehr aufgeben werden. Wir bleiben dran, bis unsere Forderungen nach Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen, Anerkennung der Vielfalt an Lebensformen und Aufbereitung aller (!) Missbrauchsfälle erfüllt sind.“