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Erinnerung an Leid und Verantwortung

kfd setzt mit Schmerzpunkt Zeichen für Aufarbeitung und Solidarität

Düsseldorf, 24. September 2026. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e. V. hat an der Eingangstür ihrer Geschäftsstelle in Düsseldorf einen „Schmerzpunkt“ angebracht. Damit beteiligt sich die kfd an einer Erinnerungskultur, die auf das Leid von Betroffenen sexualisierter Gewalt und geistlichen Missbrauchs in der katholischen Kirche aufmerksam macht. Der Schmerzpunkt steht zugleich für die Verantwortung kirchlicher Institutionen, auch der kfd, Missbrauch aufzuarbeiten, Betroffenen zuzuhören und wirksame Veränderungen anzustoßen.

Mit dem Schmerzpunkt am Eingang ihrer Bundesgeschäftsstelle setzt die kfd ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen von sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch. © kfd/Barbara Stöckmann

„Mit dem Schmerzpunkt setzen wir ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen von sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch“, erklären die stellvertretenden kfd-Bundesvorsitzenden, Ulrike Göken-Huismann und Lucia Lagoda. „Wir erinnern damit an das erlittene Leid und an unser eigenes Versprechen, uns an die Seite der Betroffenen zu stellen, Missstände aufzudecken und uns konsequent für eine Kultur der Achtsamkeit und Transparenz einzusetzen.“

Der Schmerzpunkt lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und sich gemeinsam für eine Kirche einzusetzen, in der Menschen geschützt werden und Unrecht benannt wird. Der Verband hat 2021 eine Selbstverpflichtung zum Schutz und zur Prävention von spirituellem und sexuellem Missbrauch beschlossen.

Im Rahmen des Kunstwettbewerbs des Deutschen Katholikentags 2026 zu sexualisierter Gewalt und Missbrauch in der katholischen Kirche hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) das Konzept „Schmerzpunkt“ von Susanne Wagner ausgewählt. Die Künstlerin stellt einen roten Schmerzpunkt dar, in dessen Mitte die Leerstelle eines Kreuzes sichtbar wird. Das Zeichen macht Schmerz erkennbar und erinnert daran, dass Aufarbeitung kein abgeschlossener Vorgang, sondern eine dauerhafte Aufgabe ist.