Pressemitteilungen

Frauenpredigt: Lange gefordert – jetzt eingeleitet

kfd begrüßt, dass die DBK jetzt endlich die notwendigen Schritte zur Umsetzung der Partikularnorm geht

Düsseldorf, 26. Februar 2026. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e. V. begrüßt, dass die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) jetzt endlich die notwendigen Schritte zur Umsetzung der Partikularnorm einleitet. Damit wird ein Beschluss der 5. Synodalversammlung umgesetzt, der Frauen und nicht geweihten Männern die Predigt in Eucharistiefeiern erlaubt. Ein Schritt hin zu mehr Beteiligung von Getauften und Gefirmten an der Verkündigung und so ein Schritt, den die kfd seit Jahrzehnten mit Nachdruck fordert.

Die kfd erwartet, dass die Bischöfe sich in Rom mit Klarheit und Entschlossenheit für die Predigterlaubnis von Frauen und nicht geweihten Männern einsetzen. © kfd/Jörg Letz

„Es ist längst überfällig, dass die deutschen Bischöfe nun eine Ordnung des Predigtdienstes für Lai*innen beschlossen haben. Wir erwarten, dass die Bischöfe, insbesondere der neue Vorsitzende der DBK, Heiner Wilmer SCJ, sich in Rom mit Klarheit und Entschlossenheit für die Predigterlaubnis einsetzen. Für uns ist das ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer Kirche, in der Frauen und Männer gleichberechtigt Verantwortung in allen Diensten und Ämtern übernehmen“, betont Ulrike Göken-Huismann, stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende.  

Seit vielen Jahren treibt die kfd Veränderungen hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche mit großer Beharrlichkeit voran. Vor allem mit ihrem Positionspapier „gleich und berechtigt. Alle Dienste und Ämter für Frauen in der Kirche” unterstreicht sie ihre Forderungen. Seit nunmehr sechs Jahren veranstaltet der Verband zudem den Predigerinnentag, bei dem zuletzt rund 190 Frauen bundesweit auch ohne offizielle Erlaubnis predigten.