Leistungen müssen wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen fördern
„Ökonomische Eigenständigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung“, heißt es in einem im Juni beschlossenen Positionspapier der kfd. Familienpolitische Leistungen müssen deshalb die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen fördern und eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit unterstützen.
Die kfd weist darauf hin, dass Elternschaft für viele Frauen noch immer wirtschaftliche Nachteile mit sich bringt. Erwerbsunterbrechungen sowie Minijobs und Teilzeit aufgrund ungleich verteilter Sorgearbeit führen häufig zu geringeren Einkommen und Rentenansprüchen.
Alleinerziehende nicht zusätzlich belasten
„Es darf nicht sein, dass ausgerechnet Reformen, die Familien unterstützen sollen, am Ende die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen untergraben“, sagt Petra Löwenbrück, Mitglied des kfd-Bundesvorstandes und Sprecherin des Ständigen Ausschusses Frauen und Erwerbsarbeit. „Gerade Alleinerziehende, die überwiegend Frauen sind, tragen ein besonders hohes Armutsrisiko. Familienpolitik muss sie stärken statt zusätzlich belasten.“
Die kfd fordert die Bundesregierung auf, geplante Einsparungen auf ihre gleichstellungspolitischen Auswirkungen zu prüfen.